Happy Thanksgiving-Schild | © panthermedia.net / karenr

Der Truthahn ist los – Warum wir Thanksgiving auch in Deutschland feiern sollten

Das Highlight eines jeden Amerikaners ist wohl das alljährlich gefeierte Thanksgiving. Bei kaum einem anderen Fest, wird derartig aufgetischt, wie bei diesem Feiertag.
Doch warum feiert es nur Amerika? Gibt es ein ähnliches Fest auch bei uns in Europa? Und warum sollten wir Thanksgiving auch hier in Deutschland feiern? 




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Geschichte von Thanksgiving

Erntedankfestdeko | © panthermedia.net / viktoriagam

Erntedankfestdeko | © panthermedia.net / viktoriagam

Das Wort Thanksgiving heißt ins Deutsche übersetzt, Danksagung; sinngemäß kann man es aber auch mit Erntedankfest übersetzen. Und genau das ist es; es ist die amerikanische Form unseres Erntedankfestes. Der Ursprung des amerikanischen Festes, geht bis in das 16. Jahrhundert zurück.

Das erste Mal, dass Amerika die Ernte „feierte“ war am 23. Mai 1541 im heutigen Texas. Dass es zu einem Feiertag wurde, kam allerdings erst durch den damaligen US Präsidenten George Washington im Jahre 1798. Durch den Präsidenten Abraham Lincoln (1789), wurde das Fest auf den letzten Donnerstag im Monat November gelegt, im Jahre 1941 schließlich wurde es der bis heute gültige 4. Donnerstag.

Bedeutung und Bräuche in Amerika

Der Feiertag ist einer der Wichtigsten des Jahres in den USA. Die Bräuche an diesem Tag sind sehr vielfältig, auch wenn es im Prinzip und in erster Linie nur um zwei Dinge geht: Essen und Familie! Typischerweise wird zu dem Feiertag die gesamte Familie eingeladen. Ob Großeltern, Kinder, Tanten, Onkel, Cousins und Cousinen, alle kommen zusammen, um die traditionellen Gerichte zu verspeisen. Vor dem großes Essen findet in den Familie ein traditionelles Tischgebet statt. Doch was ist eigentlich das typische Thanksgiving-Essen?

Der Truthahn

Truthahn an Thanksgiving | © panthermedia.net / alexraths

Truthahn an Thanksgiving | © panthermedia.net / alexraths

Das wohl „normalste“ aller Gerichte in den USA ist der Truthahn. Er kann auf sehr unterschiedliche Arten zubereitet werden und genießt insgesamt hohes Ansehen in den USA. Dazu werden verschiedene Beilagen und Nachspeisen gereicht. Weitere Originale aus dem Fest sind z.B.: Cranberry Sauce, Süßkartoffeln, Apfelkuchen und Gemüse wie Kürbis, Erbsen und Mais

Wie geht es nach dem Fest weiter?

Nach dem Feiertag, ist vor dem Feiertag. Viele amerikanische Bürger nehmen sich extra über diesen Feiertag frei, sodass der Freitag nach dem Fest als sogenannter „Black Friday“ als großer Shopping Tag den Leuten zur Verfügung steht. Viele Geschäfte versuchen hier mit teils hohen Rabatten die Leute in vorweihnachtliche Stimmung zu versetzen.

Warum wir Thanksgiving auch in Deutschland feiern sollten

Freunde an Thanksgiving © panthermedia.net / Dmitriy Shironosov

Freunde an Thanksgiving © panthermedia.net / Dmitriy Shironosov

 

Den Grund des Festes, feiern wir auch hier in Deutschland. Das Erntedankfest wird bei uns auch schon seit einiger Zeit traditionell im Herbst gefeiert. Allerdings weitaus weniger ausgelassen als es die USA tut. Der Unterschied wird schon bei dem Feiertag an sich deutlich.

In Amerika ist es ein staatlich anerkannter Feiertag, bei uns kommt es auf den religiösen Hintergrund an, ob man dieses Fest feiern möchte oder nicht. Wenn man allein die Familie betrachtet, ist dies schon Grund genug, das Fest ebenso ausgelassen zu feiern. Es ist ein Tag nur für die Familie. Es wird viel gelacht und gegessen und alle gehen mit einem fröhlichen Gemüt ins Bett.

Ein kleines Rezept zum Nachkochen

Wer den typischen amerikanischen Truthahn mal nachkochen möchte, der kann dies anhand des folgenden Rezeptes tun:

  • Eine Pute oder einen Truthahn, 8-10kg
  • Ein Maisbrot oder 10 Scheiben Toastbrot
  • 2 mittelgroße Zwiebel
  • 2 mittelgroße Äpfel, säuerlich
  • 100g Geflügelleber
  • Ein Bund Stangensellerie
  • Ein Bund Petersilie
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 250ml Hühnerbrühe
  • Weißwein
  • Salz und Pfeffer
  • Mehl
  • Orangensaft
  • Paprikapulver
  • Saucenbinder
  • Olivenöl
  • Gepresster Knoblauch
  • Preiselbeeren

Zubereitung:

Truthahn im Ofen | © panthermedia.net / ssuaphoto

Truthahn im Ofen | © panthermedia.net / ssuaphoto

Für die Füllung:

Maisbrot oder Toastbrot, Zwiebeln, Äpfel und Sellerie fein würfeln. Die Leber fein scharpen und die Petersilie hacken. Alles in einer grossen Schüssel mit der Hühnerbrühe mischen und ggfs. würzen.

Den Truthahn oder die Pute gründlich mit Wasser säubern und anschließend trocken tupfen. Anschließend stopft ihr den Truthahn mit der vorher zubereiteten Füllung, näht ihn mit einem Faden zu und reibt ihn danach mit Öl, Knoblauch und den Gewürzen ein.

Je nach Grösse und Gewicht benötigt man 2,5-3,5h Garzeit.
Während der Garzeit den Vogel immer wieder mit dem Öl einpinseln.

Anschließend Bratensaft in einem Topf sammeln und das Fett abschöpfen, mit Orangensaft Preiselbeeren und etwas Weißwein, Salz und Pfeffer abschmecken. Je nach gewünschter Konsistenz mit Saucenbinder und schon ist das perfekte Thanksgiving-Dinner fertig, was sich aber auch hervorragend als Weihnachtsessen eignet.

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