Baby schlaeft micht und weint | © panthermedia.net / nikkos

So schläft Dein Baby leichter durch

Kein Baby schläft von Anfang durch – und bis zum 6. Monat ist das auch völlig normal. Doch ab dem 6. Monat kannst du versuchen, dein Baby langsam an das Durchschlafen zu gewöhnen. Denn schlaflose und unruhige Nächte können unter Umständen zu einer harten Belastungsprobe für die ganze Familie werden. Und dabei ist ein erholsamer Schlaf eines unserer wichtigsten Grundbedürfnisse.




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Zur Beruhigung für alle Eltern: nächtliches Aufwachen ist normal

Baby schlaeft durch | © panthermedia.net / alexannabuts

Baby schlaeft durch | © panthermedia.net / alexannabuts

Gut und beruhigend zu wissen ist zunächst einmal: Wachphasen betreffen alle Menschen und sind völlig normal. In der Nacht werden wir im Durchschnitt bis zu 10 Mal pro Stunde wach, ohne dass wir es mitbekommen oder wir uns am nächsten Tag daran erinnern. Das kann ganz schön schlauchen.

In den meisten unserer Aufwachphasen in der Nacht überprüfen wir unsere Umgebung und vergewissern uns somit, dass alles in Ordnung ist. Wenn wir uns unserer sicheren Umgebung versichert haben, schlafen wir in der Regel beruhigt weiter. Ebenso geht es unseren Babys. Sie benötigen das Gefühl der Sicherheit, sie überprüfen ihre Umgebung und wenn alles in Ordnung ist, fällt es ihnen leichter wieder ein- und weiterzuschlafen.

Zu langanhaltenden Wachphasen können unter Umständen ungünstige Einschlafrituale führen wie zum Beispiel abendliche Einschlaf-Mahlzeiten. Wacht Dein Baby mehrmals pro Nacht auf und findet von alleine nicht wieder in einen ruhigen Schlaf ist es hilfreich, sich über die Einschlafrituale Gedanken zu machen oder sogar ein Schlafprotokoll zu führen, um sich ein genaueres Bild von dem Schlafrhythmus Deines Kindes zu machen.

  • Ungünstige Einschlafrituale abschaffen

    Wenn dein Kind Nachts aufwacht und zum Beispiel nicht wieder in den Schlaf findet, weil es in den Schlaf getragen oder geschaukelt wurde, weil es zum Einschlafen immer eine Bindungsperson braucht oder es auch gewohnt ist, während einer Mahlzeit – mit einer Flasche oder an der Brust der Mutter – einzuschlafen, kannst Du versuchen, Dein Kind sanft und liebevoll an andere Rituale zu gewöhnen oder diese Schritt für Schritt zu ändern und an das Alter Deines Kindes anzupassen. In der Regel sind Babys ab ca. sechs Monaten in der Lage, alleine durchschlafen zu lernen.

  • Einschlafen an der Brust oder mit der Flasche

    Möglicherweise hat sich Dein Baby mehr an das Nuckeln gewöhnt und trinkt nicht, weil es Hunger hat. Dennoch verlangt es Nachts nach einer Mahlzeit, da es zur Rahmenbedingung des Einschlafens gehörte. Verlege in diesem Fall die Abendmahlzeit auf mindestens eine halbe Stunde vor dem Einschlafen – so lernt Dein Kind, dass es eine klare zeitliche Trennung zwischen der Mahlzeit und dem Schlafen gibt. Die Grundbedürfnisse sollten vor dem Schlafen befriedigt, aber nicht als Einschlafhilfe benutzt werden. Begleite Dein Kind beim Einschlafen und sei liebevoll mit Berührungen und Deiner Stimme für Dein Kind da – aber trenne die Mahlzeiten von der Bettzeit.

  • Schlaf-Wach-Rhythmus überprüfen

    Falls ungünstige Einschlafgewohnheiten auszuschließen sind, gibt es noch die Möglichkeit, dass Dein Baby einen gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus hat. Vielleicht schläft Dein Kind tagsüber zu viel oder es verbringt insgesamt zu viel Zeit in seinem Bett – schläft dort aber nicht die ganze Zeit. Die Zeit, die ein Baby in seinem Bettchen verbringt, sollte allerdings ausschließlich zum Schlafen da sein. In diesen Fällen ist es sinnvoll, den Schlaf Deines Babys einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und ein Schlafprotokoll zu führen.

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Fazit

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Dein Kind in der Nacht wach wird – das nächtliche Aufwachen und überprüfen der Rahmenbedingungen ist im Grunde einfach nur eine ziemlich clevere Einrichtung der Natur. Wenn Du Dir das bewusst machst, kannst Du schon etwas entspannter mit dem Thema umgehen. Entscheidend ist, was in dieser Wachphase geschieht und ob Dein Baby wieder zurück in den Schlaf findet – dabei hilft oft schon das ändern von ungünstigen Einschlafritualen, die Erfüllung der Grundbedürfnisse oder das führen eines Schlafprotokolls.




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