Tradition Osterfeuer | © panthermedia.net / Oliver Jank

Tradition Osterfeuer – Geschichte, Tipps & Rechtliches rund um den feurigen Osterbrauch

Wir können es kaum noch erwarten: Ostern naht und bald geht das große Eiersuchen wieder los. Eier bemalen, verstecken und suchen gehört zu den Feiertagen natürlich dazu, aber was wäre das Osterfest ohne Osterfeuer? Wochenlang hat man Holz und Reisig zusammengetragen und zu einem großen Haufen gestapelt, der dann am Osterabend angezündet wird. Aber woher kommt dieser Brauch eigentlich und seit wann gibt es ihn? Haben wir rechtlich etwas zu beachten? Schließlich sind Lagerfeuer ansonsten ja verboten, oder? Wir klären im Folgenden rund um das Thema Osterfeuer auf, was ihr beachten müsst, wenn ihr in einer Wohnsiedlung wohnt und welche Bedeutung das Osterfeuer früher hatte.




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Sowie der Weihnachtsmarkt zu Weihnachten, gehört das Osterfeuer einfach zu Ostern dazu. Freunde und Familie versammeln sich an einem Ort, um einen riesigen Haufen Holz anzuzünden. Eigentlich eine merkwürdige Tradition, oder? Woher kommt sie und welche Bedeutung hatte sie früher?

Geschichte

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Das Osterfest soll natürlich aus christlicher Sicht die Auferstehung Jesus Christus feiern, aber auch schon viel früher zelebrierten verschiedenste Völker um diese Zeit das beliebte Osterfeuer. Das große Feuer sollten den Winter vertreiben und den Frühling einläuten. Die Menschen feierten also das Ende der kalten und schweren Winterzeit und begrüßten den Frühling mit einem riesigen Lagerfeuer. War das Feuer abgebrannt so verteilte man die Asche am nächsten Tag auf den Feldern um sie für die kommende Erntesaison fruchtbar zu machen.

Heutzutage geht die Auferstehung Jesu in einem Meer aus bunt gefärbten Eiern und Osterhasen aus Schokolade unter. Die Menschen nutzen das Osterfest als eine Familientradition, um die ganze Familie um sich zu versammeln und alte Freundschaften beim gemütlichen Feuer aufleben zu lassen.

Sicherheit

Sicherheit beim Osterfeuer | © panthermedia.net / Jens Klingebiel

Sicherheit beim Osterfeuer | © panthermedia.net / Jens Klingebiel

 

Wer so ein großes Feuer veranstaltet muss auch sicherheitstechnisch einiges beachten. So zum Beispiel den Funkenflug. Lodert das Feuer sehr hoch oder werden schwere Holzscheite in das Feuer geworfen, so stieben die Funken in alle Richtungen. Passt dabei auf eure Haare und auf Kleidung aus Polyester auf. Die brennen nämlich besonders gut. Lasst auch kleinere Kinder niemals unbeaufsichtigt in die Nähe des Feuers. Kinder können die Gefahren eines Feuers oftmals noch nicht einschätzen und sehen nur die lustig tanzenden Flammen, die sie sich genauer ansehen wollen.

Achtet zudem darauf, dass ihr nur trockenes Holz und Zweige in das Feuer werft. Ansonsten bilden sich dicke Rauchschwaden, die weder für die Augen noch für das Atmen angenehm sind. Verzichtet bitte zudem darauf alten Müll, wie Autoreifen oder beschichtete Holzteile ins Feuer zu werfen. Dadurch bilden sich extrem giftige Gase, die in Luft steigen und von euren Gästen eingeatmet werden.

Nach dem Feuer gilt es, die Flammen richtig zu löschen. Neigt sich das Fest dem Ende zu, so werft keine weiteren Holzstücke auf das Feuer, sodass dieses langsam herunterbrennen kann. Lasst es nicht aus den Augen, solange es noch brennt, denn durch einen Windstoß könnte es sich neu entfachen und die Funken könnten auf eventuelle Gebäude übergehen. Am sichersten ist es, wenn ihr euer Feuer mit Sand löscht.

Rechtliches

Alternatives Osterfeuer | © panthermedia.net / Birgitta Groth

Alternatives Osterfeuer | © panthermedia.net / Birgitta Groth

 

Wollt ihr in eurem Garten ein Osterfeuer veranstalten so müsst ihr einiges beachten. Zuerst einmal hängt es von der Region ab, in der ihr lebt, erkundigt euch also am besten bei eurer Stadt oder Kommune. Allgemein kann man sagen, dass die Bestimmungen für Oster- oder Lagerfeuer im Garten sich in den letzten Jahren stark verschärft haben. Diese Maßnahmen waren unter anderem einige Feuer, die sich unkontrolliert ausgebreitet hatten und ein großes Aufgebot der Feuerwehr erforderten. Daher müsst ihr ein größeres Osterfeuer anmelden. Tut ihr es nicht und ein besorgter Nachbar ruft unter guten Absichten die Feuerwehr, weil er den Rauch entdeckt hat, müsst ihr am Ende für den Feuerwehreinsatz bezahlen.

Eine sicherere Alternative ist ein kleines Feuer in einer Feuerschale. Die sind ganzjährig erlaubt und auch in der Grillsaison im Sommer ein schönes Gimmick.

Fazit

Das jährliche Osterfeuer ist ein schöner Brauch der Jahr für Jahr Freunde und Familie für einen idyllischen Abend mit Musik, Essen und einem kleinen Feuer zusammenbringt. Aufgrund der Sicherheitsaspekte müsst ihr beim Veranstalten eines Osterfeuers auf ein paar Dinge achten, so zum Beispiel, dass ihr es eventuell anmelden müsst, dass sich kleinere Kinder nicht selber in Gefahr bringen und dass es am Ende auch wieder richtig gelöscht wird. Dann steht einem perfekten Osterfeuer nichts mehr im Wege!




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