Fruehjahrsputz mit Kindern | © panthermedia.net / ilona75

Weg mit dem Winterdreck – Frühjahrsputz mit Kindern

Sobald die Sonne im Frühjahr durch unsere Fenster scheint, kommt der ganze Dreck aus den Wintermonaten immer mehr zum Vorschein. Jeder Staubkrümel wird auf den Schränken und Regalen sichtbar, die Fenster müssen dringend geputzt werden, irgendwo findet sich immer noch ein Überbleibsel von der Weihnachts-Deko und in den Kinderzimmern stapelt sich Spielzeug, das schon ewig nicht mehr angeschaut – geschweige denn überhaupt mal in die Hand genommen wurde. Was heißt das? Es wird ganz dringend Zeit für einen ausgiebigen Frühjahrsputz! Und dabei können auch schon die Kleinen wunderbar mithelfen.




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Frühjahrsputz hat einen guten Grund

Frau beim Fruehjahrsputz | © panthermedia.net / Arne Trautmann

Frau beim Fruehjahrsputz | © panthermedia.net / Arne Trautmann

Der Frühjahrsputz hat bei uns schon eine lange Tradition – und die Gründe dafür liegen auch fast auf der Hand: Im Winter sammelt sich viel Staub im Haus an, und so lange die Sonne nicht so intensiv scheint und es früh dunkel wird, sieht man es einfach nicht. Erst mit den hellen Tagen kommt das ganze Ausmaß der Wintermonate immer mehr zu Tage. Jedes Staubkorn und jeder Schmutzfleck wird auf den Schränken, Regalen und Polstern jetzt sichtbar.

Gerade zu Zeiten als die Häuser noch viel mit offenem Feuer beheizt und mit Kerzen oder Öllampen beleuchtet wurden, hat man den Ruß in den Frühlingsmonaten natürlich sehr deutlich gesehen. Das war dann der richtige Zeitpunkt, um das Haus mit einer gründlichen Reinigung erst mal wieder auf Vordermann zu bringen.

Dazu eignet sich der Frühling besonders gut, da es alleine auch schon durch die steigenden Temperaturen und die frische Frühlingsluft wesentlich einfacher ist, schwere Decken, Vorleger und Teppiche zu reinigen oder zu lüften – denn sie können so wesentlich besser trocknen, als in der kalten Winterluft. Auch Schäden am Haus und notwendige Anstriche lassen sich im Frühjahr leichter ausführen, da es wesentlich wärmer und vor allem auch wieder länger hell ist.

Und nicht zuletzt: Bei herrlichem Vogelgezwitscher, Sonnenschein und angenehmen Temperaturen fällt es uns allgemein doch sowieso wesentlich leichter den Putzlappen zu schwingen und den Besen tanzen zu lassen – am besten mit fröhlicher Musik, guter Laune, fleißigen Helfern und der richtigen Vorbereitung.

Putzen mit System: Vorbereitung und Planung

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Je mehr anpacken, desto schneller, leichter und entspannter wird der Frühjahrsputz für alle Beteiligten. Zur Vorbereitung empfiehlt es sich zuerst einmal einen Tag auszusuchen, an dem alle entspannt sind. In den meisten Fällen passt es da am besten am Wochenende. Zur Stärkung, Planung und Aufgabenverteilung bietet sich ein ausgiebiges Frühstück an – das stärkt auch noch zusätzlich das Gemeinschaftsgefühl und alle können gemeinsam das Vorhaben planen.

Anschließend sollte überprüft werden, ob alle notwendigen Putzutensilien und Hilfsmittel im Haus sind. Wenn noch etwas fehlt, sollte es am besten noch besorgt werden, bevor es losgeht. In die ganze Planung sollten die Kinder immer mit einbezogen werden und auch entsprechende Aufgaben verteilt werden. Hilfreich ist ein Plan, der prominent in der Wohnung aufgehängt wird und auf den für jedes Familienmitglied die Aufgaben festgehalten werden.

So kann nach erledigter Arbeit immer wieder etwas abgehakt werden. Und damit das Ganze auch noch etwas mehr Spaß macht, können die Kleinsten bei der Auswahl der Musik den DJ machen – denn mit der passenden Musik geht schließlich alles doppelt so gut von der Hand.

Alles im Haus? Das gehört zum Frühjahrsputz

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Steht die Planung, sollte nun noch einmal überprüft werden, ob alle Putzmittel und auch andere Hilfsmittel im Hause sind. Dafür muss man natürlich vorher erst mal wissen, was überhaupt gebraucht wird. Putzmittel braucht man, so viel ist sicher – aber was braucht man eigentlich noch für einen Frühjahrsputz? Unsere kleine Checkliste für den Frühjahrsputz bringt da vielleicht etwas Licht ins Dunkel:

Putzmittel: Für den normalen Schmutz auf Fußböden und Fliesen reicht in der Regel ein milder Allzweckreiniger; zusätzlich sollte immer Scheuermilch für den hartnäckigen Schmutz im Haus sein. Für die Reinigung der Fenster und das Abwischen von nicht so stark verschmutzten Oberflächen reicht ein herkömmliches Spülmittel. Ein guter Fensterreiniger sorgt zudem noch für streifenfreien Glanz sowohl auf den Fenstern als auch auf glatten Oberflächen.

Haushaltshelfer: Zur Grundausstattung gehören Staubtücher, Schwämme, Schwammtücher, Mikrofasertücher, Bodenwischtücher und Baumwolltücher. Zusätzlich sollten Besen, Kehrblech und Staubsauger bereit stehen – und hier ganz wichtig: Bitte vorher prüfen, ob noch ein Staubsaugerbeutel zum Wechseln vorhanden ist!

Kartons: Zum Frühjahrsputz bietet es sich unbedingt an, gleich auch gründlich auszumisten. In diesem Fall haben sich Kartons bewährt, in denen die Sachen gesammelt werden – und zwar nicht einer, sondern gleich drei. Denn was wir alle irgendwie vom Ausmisten kennen ist, dass wir uns nicht immer sofort entscheiden können, was weg kann, und was nicht. Das Ziel ist aber möglichst schnell Ordnung zu schaffen – also kommt hier das Drei-Karton-System zum Einsatz: In den ersten Karton kommt alles, was weg kann. In den zweiten Karton kommt alles, was behalten wird aber später erst seinen Platz finden soll. Und die dritte Kiste ist die Jein-Kiste: Hier kommt alles rein, wo wir uns noch nicht richtig entscheiden können.

Die richtige Reihenfolge ist der halbe Frühjahrsputz

Kind beim Staub saugen | © panthermedia.net / Michael Biehler

Kind beim Staub saugen | © panthermedia.net / Michael Biehler

Natürlich könnte man jetzt einfach drauflos putzen – wesentlich effektiver und auch angenehmer ist es allerdings, wenn man sich an eine sinnvolle Reihenfolge hält. Das geht nicht nur schneller, sondern spart unter Umständen auch doppelte Arbeit. Die Erfahrung hat gezeigt, dass diese Strategie am sinnvollsten ist:

Aufräumen: Möglicherweise klingt es komisch, wenn vor dem großen Putzmarathon erst aufgeräumt werden muss, denn schließlich wird doch bald alles wieder chaotisch – wozu also der Aufwand!? Ganz einfach: Durch die Ordnung hat man einen besseren Überblick und es steht auch nichts im Weg rum. Also zuerst: Böden freimachen, das Geschirr in der Küche abwaschen und unnötiges Zeug aus dem Weg räumen.

Erst Staub putzen, dann saugen: Ganz gleich, ob im Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer oder einen anderen Wohnraum – die erste Regel heißt immer: geputzt wird von oben nach unten. Also wird erst überall Staub gewischt und die Fenster geputzt, bevor es daran geht die Böden zu reinigen.

Vorreinigung: Gerade im Badezimmer und Gäste-WC kann es sein, dass manche Reinigungsmittel bei starken Verschmutzungen erst mal eine Zeit lang einwirken müssen. Damit mittendrin keine Zeit verschwendet werden muss, sollte das schon ganz am Anfang gemacht werden. Im Bad bietet es sich auch an, alle Handtücher abzunehmen und in die Waschmaschine zu tun. Das gilt übrigens auch für alle Gardinen im Haus.

Pausen machen: Regelmäßige kleine Pausen sind auch während des Frühjahrsputzes wichtig, ganz besonders, wenn Kinder mithelfen. Macht also regelmäßig eine kleine gemeinsame Pause in der ihr einen kleinen Snack zu euch nehmt oder etwas trinkt – und euch auch darüber austauschen könnt, was schon alles geschafft wurde. Damit in der Pause trotzdem nicht zu viel Zeit für die Zubereitung der Snacks verloren geht, empfehlen wir diese schon im Vorfeld vorzubereiten – so, als wenn es zu einem Picknick gehen würde. Das entspannt alle und macht vor allem auch keine zusätzliche Unordnung.

Fazit

Auch wenn der Frühjahrsputz gerade bei den jüngeren Leuten schon fast ein wenig aus der Mode gekommen ist, ist es doch sinnvoll, sich einmal im Jahr um eine umfassende Grundreinigung der Wohnung oder des Hauses zu kümmern. Und hier kann die ganze Familie mit einbezogen werden, auch die Kinder. Wer den Frühjahrsputz mit Kindern plant, sollte allerdings einige Vorbereitungen treffen und die ganze Aktion auch kindgerecht gestalten, damit es nicht in Stress ausartet.

Helfen können die Kleinsten ganz einfach schon, wenn sie anfangen ihr eigenes Kinderzimmer aufzuräumen und auszumisten. Aber auch – oder vielleicht auch gerade deshalb: Das normale Staubwischen und Staubsauen bereitet Kindern oftmals viel Freude. Denn so können sie sich eben auch ganz groß fühlen.




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