Minimalistisch leben | © panthermedia.net /antagonist

Wie führe ich einen minimalistisches Leben? – Vor- und Nachteile dieses neuen Trends

Immer mehr Menschen entscheiden sich für einen Lifestyle, der noch vor einiger Zeit eher geächtet wurde als im Trend lag: Den Minimalismus. Ziel ist es, mit möglichst wenig materiellen Gütern auszukommen und auf diese persönliches Glück zu finden. Wie aber ist es überhaupt möglich, auf diese Weise zu leben, ohne schon nach wenigen Wochen unter behördlichen oder familiären Druck zu geraten. Und was sind eigentlich die Vorteile einer solchen Lebenseinstellung. Fakt ist, wer minimalistisch lebt und denkt, hat sich meist ganz bewusst dafür entschieden und möchte auch nicht mehr in sein vorheriges Leben zurück. Ebenfalls beleuchtet werden sollen im Folgenden auch die Nachteile, die ein minimalistischer Lebensstil mit sich bringt.




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Es beginnt bei der Umgebung

Der wohl größte Vorteil, den der Minimalismus mit sich bringt, ist die Besinnung auf sich selbst. Viele von uns besitzen so viele materielle Güter, dass sie schon längst den Überblick verloren haben. Wissenschaftlich wurde bereits nachgewiesen, dass es uns schaden kann, wenn wir uns in der gewohnten Umgebung vor lauter Gütern nicht mehr auskennen. Es lohnt sich also, all das auszumisten, für das wir eigentlich sowieso keine Verwendung haben. Nicht gerade hilfreich kann es überdies sein, in einem zu großen Haus oder einer unangemessen geräumigen Wohnung zu leben. Klein, aber fein ist das Stichwort des Minimalismus.

Endlich Zeit zum Lesen

Wer kennt die Situation nicht? Zu Weihnachten oder zum Geburtstag schenken uns der beste Freund, eine Geschäftskollegin oder ein Familienmitglied ein Buch und wir freuen es zunächst einmal sehr darüber. Danach allerdings findet dieses seinen Weg in den Schrank und wird von uns im schlimmsten Fall jahrelang nicht mehr angefasst. Genau an diesem Punkt setzt der Minimalismus an. Er ermutigt uns dazu, von teuren elektronischen Gütern Abstand zu halten und empfiehlt stattdessen das gute alte Buch. Schon nach einigen Tagen ohne Fernsehen oder Internet fühlen wir uns besser. Das gemütliche Lesen eines Buches auf dem Sofa gehört zu den schönsten Dingen des Lebens.

In Kontakt bleiben

Kontakt halten und pflegen | © panthermedia.net /Gajus-Images

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Leider muss jeder, der minimalistisch denkt, auch den einen oder anderen Nachteil über sich ergehen lassen. Wer beispielsweise längere Zeit auf Smartphone, Facebook und CO. verzichtet, hat es deutlich schwerer, seine sozialen Kontakte zu pflegen. Dies hängt damit zusammen, dass heute der Großteil der Kommunikation nur noch digital abläuft und wir uns kaum noch die Zeit nehmen, unsere Freunden und Bekannten direkt zu treffen. Andererseits ist dies vielleicht eine gute Möglichkeit zu erkennen, welche Personen einem wirklich wichtig sind. Schließlich sollte es für echte Freunde kein Hindernis darstellen, statt dem Handy einfach mal die Klingel zu benutzen.

Gesündere Küche

Je hektischer unser Alltag, desto weniger Wert legen wir meist auf eine gesunde Ernährung. Wer hingegen minimalistisch denkt, hat mehr Zeit und genießt ausschließlich Zutaten, die ihren unmittelbaren Ursprung in der Natur haben. Es lohnt sich, Fertiggerichte, Tiefkühlpizza und Tütensuppen zu entsorgen und stattdessen Olivenöl, frisches Gemüse und Obst zu kaufen. Oft sind es die einfachsten Gerichte, die am besten schmecken und deren Zubereitung daneben noch eine Menge Spaß macht. Vielleicht lässt sich auch bei einem Spaziergang im Wald die eine oder andere Beere entdecken, die später den Weg in den Kochtopf finden kann.

Fazit zum minimalistischen Lebensstil

Der Minimalismus ist vor allem deshalb so erfolgreich, weil er einen kompletten Gegenentwurf zur heute gelebten hektischen und globalisierten Welt darstellt. Es ist daher äußerst befreiend, sich von gesellschaftlichen Zwängen zu lösen und so zu leben, wie es glücklich macht. Wer minimalistisch denkt, für den sind die Elemente zur Zufriedenheit Ruhe, Natur und Gesundheit statt Erfolg, Arbeit und Geld. Nichtsdestotrotz kann es bei einer solchen Lebensweise teils schwer fallen, den Kontakt zum bisherigen Umfeld zu pflegen. Gerade in den letzten Jahren ist der Anteil der digitalen Kommunikation noch einmal rasant gestiegen.




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